Neue
Menschenrasse entdeckt
Schulz! berichtet aus aller Welt.
CANBERRA.
Über eine sensationelle Entdeckung hat die australische Regierung
die Weltöffentlichkeit informiert. In einer weltweit übertragenen
Fernsehansprache hat der Ministerpräsident des Landes Gerüchte
über die Entdeckung einer neuen Menschenrasse bestätigt. Nachdem
sich die Berichte von Farmern und Fernfahrern häuften, sie hätten
in Zentralaustralien "seltsam bleiche und außergewöhnlich große
Menschen" gesehen, schickte die Regierung Armeeverbände in das Gebiet.
Unterstützt von Wissenschaftlern, Hubschrauberstaffeln und Fährtensuchern
der australischen Ureinwohner gelang es nach fast sechs Monaten Suche,
einen dieser Menschen zu fangen.
Seine
Neugier wurde ihm zum Verhängnis. Er saß vor einem eingeschalteten
Funkgerät, welches der Funker für einige Minuten unbeaufsichtigt
ließ. Die Stimmen, die aus dem "Stein" kamen, faszinierten ihn derart,
dass er sich problemlos überwältigen ließ. Wie der
australische Ministerpräsident weiter mitteilte, sei der Mann fast
2,30 Meter groß, nahezu haarlos und von fast schneeweißer Hautfarbe.
Seine Erscheinung strahlte eine Würde aus, die vergleichbar sei mit
der des alten europäischen Adels oder der antiken Griechen und Römer.
Nach ersten Untersuchungen wurde ihm ein Signalgeber implantiert, und "Cäsar",
wie er von den Wissenschaftlern genannt wird, wurde wieder ausgesetzt.
Dank
des Signals führte "Cäsar" die Forscher zu seinem Volk. "Es war
ein fantastischer Anblick, ein bewegender Moment. Ich habe geweint", so
der Leiter des Teams, Dr. Carl Pherson, über den Augenblick des Zusammentreffens.
Die "new old australians" leben in einem weitverzweigten Höhlensystem.
Sie leben von der Jagd und dem Sammeln eßbarer Pflanzen. In den Höhlen
und deren Umgebung fanden die Wissenschaftler Malereien und Reste vom Leben
dieser Stammesgesellschaft, deren Alter sie auf etwa 100.000 Jahre datieren.
Erstaunlicherweise besitzen die in Felle gekleideten Menschen ein vollständiges
Alphabet und Kenntnisse in der einfachen Mathematik.
Sprachforscher
haben Parallelen zu alten Sprachen des Mittelmeerraumes gefunden. Hatten
Europäer und die "new old australians" gemeinsame Vorfahren, deren
Wege sich vor 100.000 Jahren trennten? Sind beide Gruppen gar Erben von
Atlantis, dessen Untergang die "new old australians" nach Australien verschlug?
Oder hat sich der Mensch in Afrika und Australien gleichzeitig entwickelt
und die australische Linie konnte sich durch die isolierte Lage nicht weiter
ausbreiten? Hoffen wir, dass es den Wissenschaftlern gelingt, Antworten
auf diese Fragen zu finden...
01.03.1996 |