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Spanier von Vampir gebissen 

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Barcelona . Es war eine stürmische, regnerische Nacht kurz nach Vollmond, in welcher der 21jährige Ramon Estevan beinahe das Opfer eines Vampirs wurde. Nur dem beherzten Eingreifen seines Großvaters Ramirez Estevan ist es zu verdanken, dass Ramon mit dem Schrecken davonkam. Der Großvater und sein Enkel hatten sich in den frühen Abendstunden auf den Weg von Madrid nach Barcelona gemacht. Sie hatten in Madrid einen Verwandten besucht. Mit dem Wagen befanden sie sich auf dem Heimweg, als Ramon etwa 50 Kilometer vor Barcelona auf dem Seitenstreifen der Straße anhielt, um einem Bedürfnis nachzukommen. Während er ausstieg, schlief sein Großvater weiter auf dem Beifahrersitz.  

Ramon Estevan zu den Überfällen: "Ich stand also an der Böschung und ließ den Dingen ihren Lauf. Da hörte ich plötzlich überall um mich herum ein Rascheln, wie ich es noch nie zuvor in der Natur gehört hatte. Und ich war zehn Jahre bei den Pfadfindern, das können Sie mir glauben. Der Wind war das also nicht, und es hätten schon tausend Ratten gleichzeitig sein müssen, um solch ein Rascheln und Knistern zu erzeugen. Ich beeilte mich also, und noch während ich den Reißverschluß hochzog, drehte ich mich schon um. Und da stand er: In einem weiten schwarzen Umhang gehüllt, mit einem strahlenden Licht in den Augen. Aber dieses Strahlen verhieß nichts Gutes. Er war total bleich. Am schlimmsten waren seine Zähne. Lang und spitz waren sie, und ihr weißes Schimmern wurde an einigen Stellen vom Blut seiner vorherigen Opfer überdeckt. 

Als er mir eine Hand auf die Schulter legte, um mich zu sich heran zu ziehen, da hab' ich geschrien." In diesem Moment stand sein Großvater schon hinter dem Untoten, um seinem Enkel zu helfen. Ramirez Estevan: "Ich hatte so ein Gefühl, dass etwas nicht stimmte. Als alter Soldat, ich habe erst unter General Franco und dann für die Franzosen in Korea und Algerien gekämpft, da hat man ein Gespür für solche Dinge. Wie ich die Augen aufschlage, da sehe ich am Straßenrand zwei Männer. Einer davon war Ramon, den anderen kannte ich nicht. Ich ging auf die beiden zu. Als der Fremde Ramon anfasste, sagte ich "Loslassen!", doch der sagte: "Geh weg, alter Mann." Da hab' ich ihm in die Nieren geboxt.  

Doch er lachte nur. Und dann hörte ich Ramon schreien: "Großvater, er ist ein Vampir!" Als gläubiger Katholik wußte ich natürlich sofort, was zu tun war. Also hab' ich mein Kreuz vom Hals genommen und dem Kerl auf den Hinterkopf gedrückt. Wie der fluchend und dampfend verschwand!" Inzwischen hat die Polizei dem Unbekannten mehrere Morde angelastet, bei denen die Opfer ausgeblutet waren. Auch eine Reihe von Vermißtenmeldungen wird von der eingesetzten Sonderkommision bearbeitet, die durch einen Bischof verstärkt wurde. Die Polizei warnt davor, nachts Fenster oder Türen geöffnet zu halten oder bei Nacht ohne Kreuze, Knoblauch oder Weihwasser zu verlassen. Zum Index  01.03.1997 

 

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