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Schweizer Radio baut Wetterstationen 

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Zürich. Der Schweizer Rundfunk hat eine Spezialfirma damit beauftragt, im gesamten Land rund fünfhundert Wetterstationen zu bauen. Die Wetterstationen sind mit neuester Computertechnik ausgestattet und haben einen Stückpreis von je etwa einer Million Schweizer Franken. Finanziert wird dieses Großprojekt anteilig vom Land, den Kantonen, den Kommunen und über eine Rundfunkgebührenanhebung.  

Außerdem sollen detaillierte Meßergebnisse an Einrichtungen wie private Flugunternehmen, Touristikvereine und Reisebüros verkauft werden, um weitere Einnahmen zu erzielen. Anlaß für die Großinvestition waren anhaltende Beschwerden der schweizer Gastronomen, die ein mangelndes Zutreffen der Wettervorhersagen im Rundfunk kritisierten. Nach Aussagen der Spitzenvertreter des Schweizer Gastronomieverbandes waren rund zwei Drittel der Vorhersagen unzuverlässig. Besucher von Touristikzielen und Gasthäusern seien dadurch oftmals verunsichert und blieben lieber zu Hause, statt sich einem nicht planbaren Wetter auszusetzen.  

Der Schweizer Rundfunk will nun mit diesem flächendeckenden Netz von Meßstationen die aktuellen Daten jedes Bezirkes bei Änderung sofort zur Hand haben und per Radiosonderdienst durchgeben. Außerdem wird es zu jeder zweiten Stunde eine Wettervorhersage geben, die differenzierter auf einzelne Gebiete eingehen soll. Dank dieser Leistungen versprechen sich nicht nur die Rundfunkverantwortlichen einen Zuwachs an Hörern, auch der Touristik- und der Gastronomieverband gehen von einer Optimierung des Geschäfts durch höhere Gästezahlen und bessere Planungsmöglichkeiten bei Personaleinsatz und Öffnungszeiten aus. Zum Index  01.05.1997 

 

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